Künstlernamen
Pseudonyme

A R T   C O L L A R T

P O P . A C

Markus Diehl
Born 19xx
a.k.a.
ART COLLART
(1989-1999)
a.k.a.
POP.AC
(since 1999)


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1972   Treffen mit Andy Warhol in Hamburg
1978   Cycling to Mt.Fuji
1982   Medizinstudium
1987   Recycling stickers - Art Collé - art with sticker
1989   ART COLLART, first pseudonym
1992   Honeckers Supermarkt - Documenta 09
1993   Antimediale - Philosophenturm
1994   Asta-Kunstkurs
1995   100. Biennale - Venedig
1996   Treffen mit Robert Storr im MoMA
1997   Das Kaugummi von Joseph Beuys - Documenta 10
1998   Ssocapi-Squat - Paris
1999   POP.AC, second pseudonym
1999   let's stick together
1999   CNN - the artclub
2002   Die eßbare Internetseite - Documenta 11
2002   Stickerpool - Liverpool
2004   Sticker Film
2005   divine sticker art
2006   ninja travelling
2008   one sticker between yin and yang - Beijing
2009   Volltreffer - Kilometre Zero Moscow
2009   Keys - Desert Dubai
2010   Pop-Templo de Hamburgo - Rio de Janeiro
2010   Teatro Amazonas - Manaus
2012   At the Olympics - London








ART COLLART, kein neues Möbelhaus, sondern der Name eines Hamburger Künstlers,
der sich selbst als Kunstfigur begreift. Seine Kunst nennt er ART COLLE - geklebte Kunst.

Seit 1987 beschäftigt sich ART COLLART mit einer neuen Form der Collage,
mit Aufklebern. Beim Sichten seines Materials entwickelt er die Themen seiner Werke.
Aufkleber sind für ihn die maschinell hergestellten Farbpigmente seiner Bilder, die er zu
Stukturen ordnet. Indem er die Informationsträger, Warenzeichen, Etiketten einer
anderen, unbegründeten, nicht zwingenden Bestimmung zuführt und sie durch endloses
Aneinanderreihen in eine scheinbare Monotonie zwingt, entsteht ein neuer
Aggregatzustand der vorhandenen Information - Monotonie - Illusion der Wiederholung.

Seine Bilder machen die unbewußt wahrgenommene Alltäglichkeit bewußt. Auf den
ersten Blick wirken ART COLLARTS Bilder kühl. Sie fordern den Betrachter heraus, laden
ein zum Nachdenken. ART COLLARTS Bilder sind die sichtbar gemachte Grenze, zwischen
einer kaum noch wahrgenommenen Außenwelt und uns selbst.

Der Aufkleber - vom zu beschreibenden Objekt gelöst - wird sinnlos, seine Botschaft geht
ins Leere. Selbst hundertfach multipliziert verweigert er die Aussage. ART COLLARTS Arbeiten
leben von dieser vorläufigen Zusammenhanglosigkeit. Durch die künstlerische Kombination
von scheinbar identischem, überwindet ART COLLART die ursprünglich zugedachte Funktionen
der Aufkleber - schafft mit seinen Arbeiten den Übergang zu einer neuen
sinnlichen Erfahrbarkeit.

Für den Hamburger Künstler ist es wichtig, daß seine Werke im öffentlichen Raum
für Jederman frei zugänglich sind. Wie z.B. in der Mensa der UNI-Hamburg das Bild
"Reif für die Insel".

ART COLLART: "Wo ein Bild hängt ist für mich wichtig. Die Aussage wird
nicht nur über das Bild, sondern auch über den von mir bestimmten (Ausstellungs-)Ort
transportiert. z.B. Das Bild "10.Stock", es hängt im 10.Stock des philosophischen
Seminars der UNI-Hamburg. Bild und Ort wurden Eins. Sie sind gleichberechtigte
Bestandteile meiner Arbeit. Das Bild zeigt schematisiert den Philosophenturm. Im
10.Stock fehlen die Uhren, hier steht die Zeit still. Philosophie und Wahrheit sind zeitlos."

In seiner Arbeit Metamorphose, die seit 1989 im Foyer des Philosophenturms hängt stellen
900 Schmetterlingen symbolisch den Wandel der Ansichten von Studenten, vor - während
und nach dem Studium dar.

Wandel ist eine Konstante in den Arbeiten des Hamburger Künstlers.
ART COLLART und seine Kunst ART COLLE sind Eins.

Volker Persy


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Nun wird wohl der eine oder andere etwas neugierig auf die Arbeit des Künstlers. Was
genau malt der Künstler ? Ist er einer dieser figurativen Maler, "die noch was von Ihrem
Handwerk verstehen" oder ein abstrakt Schaffender ?

Weder noch ! POP.AC malt seine Bilder nicht - Er klebt sie ! In seinem Atelier findet
man keine Pinsel und es riecht auch nicht nach Verdünner. Man findet lediglich Massen
von Aufklebern. Diese sind auf Rollen gezogen und stapeln sich an den Wänden. Es
handelt sich hierbei um ein reines Abfall-Produkt. Es sind Fehldrucke mit teilweise
schillernden Farbverläufen, die von der Industrie nicht mehr zu nutzen sind. Diese
Druckfehler wertet POP.AC aus. Er ordnet sie neu und arrangiert sie auf einer farbig
beschichteten Spanplatte. Durch diesen Vorgang schafft er mit noch weniger Aufwand als
Andy Warhol, einer der Hauptvertreter der Pop Art, einzelne Kunstwerke. Warhol mußte
immer noch den Siebdruck für das Kunstwerk anfertigen, pop.ac hingegen muß das Werk
nur noch "kleben". Unikatcharakter erhalten seine Werke durch die Einmaligkeit eines
Fehldruckes. Dieser ist ja nicht zu wiederholen. Arbeiten dieses Konzept-Künstlers
befinden sich u.a. in hanseatischen Privatbesitz.

An dieser Stelle nur noch kurz eine Erklärung zur Zuordnung "Konzept-Kunst". Seit den
sechziger Jahren hat sich eine Kunstrichtung entwickelt, die nicht mehr die Malerei oder
Skulptur zum zentralen Thema des Künstlers macht, es geht den Künstlern zunehmend
um Ideen und deren Umsetzung. Daniel Spoerri und Dieter Roth mit ihrer Eat-Art, Joseph
Beuys mit seinem Gedankengut und die Art- and Language-Bewegung in den U.S.A.
(Lawrence Weiner, Joseph Kosuth,...) um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Die Arbeiten von pop.ac leben auch von einer Idee und deren konsequenten Umsetzung.

Rik Reinking


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Die industrielle Gesellschaft ist eine gigantische Müllmaschine, die Tag für Tag eine Lawine
von Materialien über unseren Planeten ergießt, jede Ware, kaum nutzlos geworden,
verwandelt sich in Abfall. Der Müll - eine Metapher - unserer Existenz. POP.AC besichtigt die
Kehrseite unserer Glitzerwarenwelt und plädiert für einen sorgsamen Umgang mit den
Dingen. Die von POP.AC verwendeten Aufkleber stammen aus dem Müll, dem
Abfallberg der Überflußgesellschaft.

Jim Crotty







Seit 15 Jahren produziert der Hamburger Künstler Markus Diehl als POP.AC mit Werbe-
Aufklebern Collagen, jetzt bietet er seine Technik als Mitmach-Aktion an. Alles, was an
diesem Abend entsteht, wird fotografiert und ins Netz gestellt. Donnerstag, 25. April,
20 Uhr, KX auf Kampnagel, Jarrestraße.

taz







KLEBEN UND KLEBEN LASSEN - unter diesem Aufruf verbindet der Künstler POP.AC die
Retro-Essenzen der sozialen Plastik von Joseph Beuys mit der Repro-Maschinerie der
Pop-factory von Andy Warhol. Die zumeist mit trivialen Botschaften versehenen PVC-
Aufkleber werden bei POP.AC zu einem Signet der Vermassung als Metapher für unsere
Kultur und der sie begleitenden (verschwindenden) Inhalte und werden wiederum einem
höheren Sinn zugeführt. Solches gelingt dem Künstler erfrischenderweise, ohne sich lange
mit peinlichen kulturkritischen Ermahnungen aufzuhalten. So symbolisieren die Kleber bei
POP.AC die Integrierung des Einzelnen in der Masse; und mal wird das Individuum ausgelöscht,
mal wird der Einzelwert des Einen herausgestellt. Dieses Spiel überträgt der Künstler POP.AC
von seinen Aufklebern auf seine Mitmenschen, indem er sie auffordert, selbst zu Mitklebern
zu werden. Seit der Entdeckung der subatomaren Quantenunschärfe von Heisenberg wissen
wir, daß wir in einem kohärenten Universum (k)leben, in dem Alles mit Allem irgendwie
zusammenklebt. Darum : LET'S STICK TOGETHER !!!

Hans Hushan







Der diesjährige Beitrag des Hamburger Künstlers Markus Diehl, a.k.a. POP.AC, zur am
7.6.2002 beginnenden documenta 11 in Kassel, knüpft an seine Arbeit mit dem VEB
Kunsthonig des Honeckers Supermarkt (d9) und The chewing gum of Joseph Beuys
(d10) an. Auch dieses Mal wird eßbares zu Kunst erklärt. Schon Piero Manzoni, der zu
seiner Ausstellungseröffnung mit dem Daumen signierte Eier verteilte und Daniel Spoerri,
der mit seiner eat art gallery, die 1968 gegründet wurde und in der u.a. eßbare Werke
von Roy Lichtenstein und Richard Lindner gezeigt wurden, beschäftigten sich mit
Lebensmitteln. Dieter Roth hatte bereits seit Anfang der 60-er Jahre mit Schokolade
gearbeitet. Zuletzt erinnern wir den Beitrag von Paul Mc Carthy auf der Expo 2000, der
dort Schokoladenhasen anbot. POP.AC leistet mit seiner eßbaren Internetseite einen
zeitgemäßen Beitrag. Er wird auf der documenta seine Internetseite von Besuchern
verspeisen lassen und dies photographisch dokumentieren. Somit ist jeder der
ausgewählten Besucher für einen Moment Eigentümer eines Werkes von POP.AC und ißt
dieses. POP.AC untergräbt mit dieser Arbeit jegliche marktwirtschaftlichen
Tendenzen und erklärt den Zerstörungsprozeß des Werkes zum Werk. Der
Auserwählte einverleibt sich die Arbeit. Die Internetseite ist mit Lebensmittelfarbe
auf Eßpapier gedruckt.

Rik Reinking







... offensichtlich ist in Deinem Studio gar kein Platz für so etwas profanes, wie ein Fernseher.
Auf Deinen Studio-Internet-Seiten konnte ich jedenfalls keinen entdecken. Aber wahrscheinlich
hast Du für diese Aufnahmen hübsch artig aufgeräumt, und die Socken, Jointreste und
Fernseher ins Bad geschmissen...? Außerdem mußt Du ja Stunden am PC verbracht haben,
um diese üppige Homepage zurecht zu basteln?! Jedenfalls habe ich mal eine Weile geblättert
und mir Deine Kunstwerke etc. auf meinem 15" Monitor angeschaut. Ich muß sagen, ich bin
durchaus beeindruckt. Als Du von Aufklebern sprachst dachte ich mehr an "Ein Herz für Kinder"
und "Otto find ich gut" - Aufkleber und fragte mich, wie daraus Kunst entstehen soll... Also
mein Kompliment.

Claudia Wegner







Vor nicht allzulanger Zeit, es war am Ende des Wintersemesters 2001/2002, traf ich im
Caphé des Philosophischen Seminars der Universität Hamburg den Künstler Markus Diehl
alias POP.AC . Wir kamen unter anderem wegen meines Lieblingszitats des schweizer
Philosophen Jean-Jaques Rousseau ins Gespräch: "Die Freiheit des Menschen liegt nicht
darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will."
Markus erzählte mir von seinen künstlerischen Aktivitäten und machte mich neugierig.
Bilder aus Aufklebern - Stickern eben - ist seine Kunst. Und es soll die Kunst vieler
Menschen werden: "Let's stick together". Markus nimmt sich selbst als Künstler zurück
zugunsten aller Interessierten. Das verdient Respekt und Applaus. Wir sind dann auf dem
Campus an einen PC mit Internetanschluß gegangen, wo er mir sein Projekt zeigte. Wow!
Obwohl ich schon seit den frühen neunziger Jahren mit dem Internet zu tun habe, war
mir so etwas noch nicht untergekommen. Da stellt jemand seine Kunst UND sein Leben
ins Netz, in einer Art, wie sie ungewöhnlicher kaum sein könnte. Hier geht es nicht um
wilde grafische Experimente, die das Surfen aufgrund beschränkter Bandbreiten - nicht
jeder hat DSL - zur Qual machen. Nein, hier sieht der geneigte Besucher etwas so
ungewöhnliches, daß Erklärungen sehr schwer fallen. Man muß es gesehen und erlebt
haben. http://pop.ac - Ein Seite, auf der Leben und Kunst Programm sind. Die
Navigation ist vollkommen anders als bei www-Seiten normalerweise üblich: keine
Navigationsleisten sondern der sanfte Zwang, sich wirklich linear durch alle Seiten zu
klicken. Mit Klick auf den Text oder das Bild gehts eine Seite weiter. Diese Navigation
stellt sicher, das einem nichts entgeht. Es ist ein Abenteuer diese Seiten zu erforschen.
Trotz der beeindruckenden Gesamtgröße des Werks entsteht nie Langeweile und die Zeit
vergeht wie im Fluge. Aufgrund der hohen Beweglichkeit durch kurze
Aktualisierungsintervalle ist der mehrfache Besuch des Werks - vielleicht monatlich -
immer ein Vergnügen. Man findet immer wieder etwas Neues. Kritiken sind willkommen
und werden veröffentlicht. Ein ganzes Leben ins Netz zu stellen dauert lange und ist erst
mit dem eigenen Ableben beendet. Danach werden wir dann Zeugen einer digitalen
Unsterblichkeit. Aber bis dahin dauert es hoffentlich noch lange. Wir können uns also
auf mindestens 30 weitere Jahre POP.AC freuen. Wer weiß, was er als nächstes plant...

Peter Rasp


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"Um mich breiter zu Fächern, wollte ich das Gegenteil von dem was ich kann machen,
solange bis ich es kann, damit es sich dann mit dem was ich ursprünglich kann befruchtet
und es einen Schub gibt, der mich weiter bringt, als wenn ich nur das gemacht hätte,
was ich kann: Kunst."

Das Studium wird zum Desaster. Markus fällt durchs Medizin-Examen. Einmal, zweimal,
dreimal. Ein Verfahrensfehler annulliert den dritten Versuch, doch er spürt, daß die Luft
raus ist. Sein Interesse gilt jetzt voll und ganz der Kunst. Mit Ute Lemper Aufklebern vom
Müll klebt Markus 1987 sein erstes Bild. Eine Collage, er nennt diese Technik ART COLLE und
sich ART COLLART. Durch Zufall findet Markus eine optimal gelegene Wohnung am Grindel,
die er zum Atelier umgestaltet.

Markus nennt sich seit 1999 - POP.AC - . Ein Name der, wenn man ihn ins Internet eingibt,
Zugang zu seinem künstlerisches Schaffen ermöglicht. Für ihn ist dieser Name mehr, als
eine Domain. Er ist seine neue Identität. Auf die Frage, welche 3 Städte für ihn am meisten
Bedeutung hätten, antwortet er "Hamburg, New York, Cyberspace." POP.AC plant, seine
Webseite für tausend Jahre im Voraus zu bezahlen.

Christian Arzberger


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Da hat jemand doch gestern seinen Geburtstag gefeiert. Zwar nicht auf der grünen Wiese,
weil das Schietwedder das verboten hat, aber dafür war der Pop-Tempel gut gefüllt. Gute
Laune und halbwarmes Bier und eine Mischung von Leuten, wo von Hegels Dialektik über
Fussball bis zu shareholder Value gesprächstechnisch alles ging. Philosophiestudenten,
Programmierer, Businessfolks, Laboranten und Partyregierungen. Der Höhepunkt war
definitiv die kleine wunderschöne japanische Kirschblüte, die mit sanfter souliger Stimme
dem alten Mann ein Ständchen sang. ...ergreifend. Ich will auch so ein zierlich Ding. Da
glücklicherweise das Bier um 23 Uhr alle war tut auch der Kopf nicht weh. Club-Mate
rules! Nettwarsregierung.

Matthias Grimm







POP.AC reist mit Aufklebern. - Ein Aufkleber auf dem Petersplatz, in Chidambaram im
Tempelturm oder auf dem Gipfel vom Arunachala dem heiligen Berg genügt, um mit dem
Göttlichen zu verbinden. POP.AC nennt das - divine sticker art - .

In seinen Arbeiten klebt POP.AC die Aufkleber neben- und untereinander zu
Klebefeldern. Eine Entdeckung, die nicht entwicklungsbedürftig ist. Man kann seinem
Werk keine Zunahme an Reife, Radikalität, Raffinesse attestieren. Er ist nicht früher
kühner und später eleganter. Umgekehrt gibt es auch keine Erschöpfung, keine
Ausbeutung der Idee. All diese Progression oder Regression, die zum
Fortschrittsphantasma des modernen Kunstwerks gehören, fehlen hier. Bei POP.AC ist
jede neue Arbeit neu, insofern sie die alte nicht verbessert, nur ergänzt. Weshalb man
in seinem Werk auch nicht genau sagen kann, wo sein Anfang und Ende ist.

Peter Neuhaus








Der Pop-Temple Hamburg ist nur für Eingeweihte zugänglich. Dahinter verbirgt sich auf
ca. 40 qm das Universum von Markus Diehl. Seines Zeichens Collage-Artist von Weltruf.
Getreu dem Motto "Kleben und kleben lassen" arrangiert er großflächige Collagen. Damit
transportiert der Künstler, der unter dem Namen "POP.AC" firmiert seine umfassende
Weltsicht und Philosophie. - Wer Markus Diehl alias "POP.AC" persönlich kennen lernen
möchte, hat es nicht schwer. Er sitzt in der Regel in seiner "öffentlichen Wohnstube" im
Café Balzac, im Grindelhof. Wenn er gut gelaunt ist und das ist er meistens, lädt er
ernsthafte Wahrheitssucher auf einen Grünen Tee in sein Wohnatelier. Und das lohnt sich.
Wer auf dem weißen Sky-Sofa sitzt, hat es geschafft. Er ist umgeben von 2 Millionen
Aufklebern. Das ist das Rohmaterial aus dem er Kunstwerke schafft, die in New Yorker
Village Galerien ausgestellt werden sowie an der Uni Hamburg und Humboldt Universität
zu sehen sind. Während man in diesem Turmbau geistiger Erkenntnis sitzt, doziert Markus
locker über sein Leben und verwebt die Frucht seiner Kenntnisse zu einer interdisziplinären
Gesamtschau. Wer hier ohne Weltformel rausgeht, dem ist nicht mehr zu helfen.

Art with stickers
Let's stick together
Divine sticker art

Neu in Markus philosophischem Lehr-Angebot: Ninja-Travelling®
Die Kunst sich unsichtbar zu machen, indem man eins wird mit der Umgebung.

Andreas Donder


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Neben meinem künstlerischen Schaffen als Erfinder der "art with sticker" bereise ich als
Ehrenbotschafter des kunstvollen Friedens die Welt. Statt missionarisch zu predigen, lasse
ich meine Kunst in Form von Happenings den Menschen zuteil werden. "Jeder Mensch ist
ein Künstler" - dieses Zitat haben zu Viele schon zu oft gehört ! Aber mit der Kunst des
kollektiven Aufklebens wird es Realität. Die Hemmschwelle eines Jeden, selbst Kunst zu
produzieren, ist nirgendwo so gering wie in meiner Kunstform. "Aufkleber ? Das kann doch
Jeder." - Na klar ! Und so werde ich eine 12m x 1,5m große LKW-Plane an der überdachten
Fassade des ehemaligen extra-Gebäude am Berta-Kröger-Platz anbringen. In einem
eintägigen Happening werden alle klebewilligen Wilhelmsburger diese nackte Fläche in ein
einmaliges Kunstwerk verwandeln. Alle Sticker, oft Fehldrucke, entstammen wie stets in
meinen Arbeiten aus dem Müll, oder sind von den Teilnehmern selbst mitgebrachte
Lieblingsobjekte. In einer feierlichen Zeremonie werde ich den ersten Sticker kleben
und ein buntes Rahmenprogramm mit unterschiedlichsten Künstlern aus dem Stadtteil
eröffnen. Während der nächsten 3 Wochen wird sich das Bild stetig verändern. Strukturen
werden sich an einer Stelle bilden und an anderer wieder überklebt verschwinden. Der Ort
wird morgen nicht so sein wie er heute war. Anschließend wird das Werk durch mich in
handliche Stücke geschnitten und signiert. Ein jeder Bewohner und Besucher kann sich dann
an meinem Wochenmarktstand sein kleines Stück von der großen Kunst kostenlos abholen.
Ich nenne dieses "Das sich selbst verdauende Kunstwerk !" Es kommt aus dem Müll unserer
Konsumgesellschaft (Fehldrucke) und wird durch die Kreativität der Menschen zur beachteten
Kunst veredelt. Toleranz - Respekt - Liebe - Frieden

Marco Antonio Reyes Loredo


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Sehr geehrter Herr Walter, eine Kunstaktion von POP.AC : Ein Aufkleber für die Raumstation.
"Let's stick together!" "Kleben und kleben lassen."

POP.AC


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Ein Aufkleber zwischen YIN und YANG, zwischen Erde und Himmel, auf den Mittelpunkt der
Welt, in Peking im Himmelstempel, auf den mittleren Stein des Himmelaltars, der das
geographische Zentrum der "Chinesischen Welt" darstellt, die fünfte der chinesischen
Himmelsrichtungen: das Zentrum. Der Himmelstempel wurde 1420 erbaut und war der Ort,
wo die Kaiser der Ming- und Qing-Dynastie (1368-1644, 1644-1911) dem Himmel Opfer
darbrachten, gute Ernten erbaten und für Regen beteten. Von alten Zypressen und Kiefern
umschlossen ist der Himmelstempel der größte Baukomplex für Himmelsopfer der Welt.
Aus dem Bauentwurf, der architektonischen Kunst und der Umgebung ergibt sich eine
ideale Atmosphäre, in der der Ausdruck der hohen Verehrung des Himmels im Altertum
Chinas deutlich zum Ausdruck kommt. Der Himmelstempel verkörpert sowohl in der
Gesamtbauplanung als auch im einzelnen Bauwerk die Beziehungen zwischen Himmel
und Erde und diese nehmen die Zentralstellung in der Universalanschauung des
chinesischen Altertums ein.

POP.AC







Aus der Serie: Gekrönte Häupter Hamburgs. König Diehl wie er leibt, lebt und klebt. Grindel.
Sein Königreich erstreckt sich im Straßendreieck Grindelhof, Grindelallee und Rutschbahn.
Dort regiert König Diehl mit Noblesse und gütigem Wohlwollen seine Untertanen. Schon am
frühen Morgen, wenn der Grindel noch in wohligen Träumen schlummert, können Untertanen
ihn in einem seiner diversen Regierungssitze - Café Balzac, PonyBar, Bäcker Junge, Gute
Köpfe, Café Leonar, Pastelaria David - antreffen und seine segnende Hand ergreifen, ihm
sein Leid klagen oder einfach mal für einen Moment sorglos an seinen Lippen kleben. Dem
Königs Mund entströmt eine wohltuende Melange honigsüßer Worte. Frauen aller alterstufen
sinken in demutsgeste zu Boden. Gestandene Männer beugen ihr Knie. Ein König wie jeder
Stadtteil ihn sich wünscht.


König Diehl hört einem Untertanen aufmerksam zu.

Doch große Betrübnis steht bevor. Seine Durchlaucht verlässt seine diversen Morgen- und
Abend-Amtssitze um in dringenden Staatsgeschäften nach Rio de Janeiro zu reisen. Aber
was sein muss, muss sein. Einer muss ja den Grindel auch auf dem internationalen Parkett
der Diplomatie vertreten, für neue Impulse sorgen, Kontakte knüpfen. Das alles gehört zu
den Staatsgeschäften eines Königs.

Andreas Donder








Markus Diehl (nom d'artiste : ART COLLART) est né en 19xx à Francfort-sur-le-Main. Après 1982,
il fit des ètudes de médecine; cinq années plus tard, il commenca la production artistique de
l' "ART COLLE" qu'il baptisa ainsi, une production "se définissant par des autocollants collés sur
des panneaux" (Markus Diehl dans ART COLLART présente l'ART COLLEé). Diehl présente ses travaux
dans son "Pop-Temple de Hambourg" et travaille avec des artistes de Paris, Barcelone,
Las Vegas et Madras (Chennai), Inde.




Inv. nº 05-03
ART COLLART (Markus Diehl)

Métamorphose (ART COLLE 013)
Collage
200,0 x 189,5 cm
Signé : AC
1989
Rez-de-chaussée, foyer

Sur un panneau de contre-plaqué à revêtement blanc sont systématiquement répartis au
total neuf cent auto-collants de forme ovale dont chaque dessin intérieur représente un
papillon. La recommandation "Décollez ici avec précaution" est imprimée dans un rectangle
qui constitue la tangente à toutes les formes circulaires. La couleur de l'oeuvre entière
s'étend des auto-collants laissés en blanc dans la partie inférieure gauche de l'image aux
auto-collants roses à jaunes. Les teintes passent du jaune au rose pour revenir au jaune.
Au centre de l'illustration, on remarque un rectangle composé de cercles verts à l'intérieur
de la surface formée d'auto-collants de couleur jaune. Par le choix de ces motifs et de ces
couleurs, l'artiste entend symboliser les étapes de la vie avant, pendant et après les études.




Inv. nº 05-08
ART COLLART (Markus Diehl)

10. Stock : 10ème étage (ART COLLE 025)
Collage
81,5 x 40,0 cm
Signé : AC
1990
10ème étage, bibliothèque de l'Institut de Philosophie

Sur un panneau de contre-plaqué à revêtement blanc, 47 auto-collants au total, proches les
uns des autres, sont répartis en quatre bandes verticales représentant une montre à quartz
LED. Les auto-collants des deux bandes extérieures sont bleus, ceux des bandes intérieures
sont gris pâle. Lu horizontalement, les rangées d'auto-collants symbolisent les différents
étages de la tour des philosophes dont le dernier étage est représenté par un seul auto-collant
tout à fait à gauche. Sur les auto-collants représentant le 10ème étage où se trouve l'Institut
de Philosophie, les montres sont dessinées par des lignes discontinues, "parce que la
philosophie / la vérité est intemporelle" Entretien avec Markus Diehl, 24.01.91.




Inv. nº 03-09
ART COLLART (Markus Diehl)

Reif für die Insel : Mûr pour l'île (ART COLLE 048)
Collage
84 x 84 cm
Signé : AC
1990
Restaurant universitaire Schlüterstraße

Sur un panneau de contre-plaqué carré à revêtement blanc, un ensemble de 144 auto-collants
sont disposés étroitement les uns à coté des autres, présentant sur une surface de base carrée
monochrome des champs d'images identiques, ronds et décollables séparément : une côte
couverte de palmiers devant la vaste surface de la mer; de plus dans la moitié supérieure de
l'arc de cercle la phrase "Reif für die Insel" : Mûr pour l'île. La plupart des auto-collants
montrent le champ d'image dans une teinte naturaliste devant un cadre bleu foncé. A de
nombreux endroits apparaissent toutefois de légères variations de teintes ainsi que des
décalages de couleurs dûs à une erreur d'impression; deux blocs contigus dans la moitié
droite de l'oeuvre montrent un champ d'image dominé par des teintes rose orange. L'oeuvre
a été acquise en automne 1990.

Prof. Dr. Klaus Herding


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L'artiste allemand de Hambourg POP.AC a réalisé une installation au-dessus du long comptoir
du Café La Cigale. Pionnier du sticker art, son travail est le fruit d'une réflexion sur notre
société de consommation et les ordures qu'elle rejette . Elles sont à la base du travail de
pop.ac. En les revalorisant sous forme de stickers colorés et ludiques, pop.ac nous invite
à prendre soin de notre mère planète. De nombreux stickers rolls sont également visibles
au Café la Cigale.

Olivier Marzetto







2000, The second-best Hamburg is the zip code number.
81 x 115.5 cm
Sticker
Television Tower Hamburg
1989

The idea of hanging up the picture in hand right at the top of the Television Tower
Hamburg, in the highest located room of the city, fascinates me! The picture shows
"Hamburger", eatable ones, which are probably better-known worldwide than the city
itself. I have used misprints as they are created during the production of stickers.
Therefore the material used is not reproducible in the same colors, it is unique. By
using these misprints I was able to recycle difficult garbage, which is a hint to the
enviroumental issues of the city. The title is to provoke a smile and to arise
simultaneously the question: "What's the best of Hamburg?" The stress on 2000 is to
draw the readers's attention to the forthcoming turn of the millenium. The number 2000
and Hamburg are closely connected with each other. I am aware of the fact that the
picture cannot be seen by anybody, except the people working there, because of its
special location. This is of no great importance to me; to know that it is hanging there
is perfectly satisfactory. I would like to thank here all the people who made this project
possible.







ART COLLART
FLAGS
143.5 x 160.5 cm
Sticker
Humboldt University Of Berlin
1989

Breathtaking processes changed the political scene in 1989. The picture Flags refers to this
development. Subjection and liberation are shown according to the line of sight, from left
to right and the other way round. The color red symbolizes the blood which can or will be
shed during both events. - I have used misprints as they are created during the production
of stickers. Therefore the material used is not reproducible in the same colors, it is unique.
By using these misprints I was able to recycle difficult garbage, which is a hint to the
enviroumental issues.







Art at the University Hamburg
An Inventory
ISBN 3-927244-00-7
1991

Markus Diehl (artistic pseudonym: ART COLLART) was born in 19xx in xx. After 1982 he
studied medicine; he began five years later with artistic productions in what he called
"ART COLLE" which "is defined by stickers stuck on boards" Markus Diehl in: ART COLLART
presents ART COLLE.
Diehl, who presents his work in his "Hamburger Betriebsbüro" / Hamburg Company Office,
cooperates with artists in Paris, Barcelona, Las Vegas und Madras (Chennai), India.

Prof. Dr. Klaus Herding







documenta 9, Kassel

International Herald Tribune
  Saturday-Sunday, June 27-28, 1992

'Documenta' : Missing Edge

KASSEL, Germany - High-speed intercity trains now arrive and depart from a sleek,
post-modern station at Kassel-Wilhelmshöhe that reflects the new geographical realities
of a reunited Germany. The original Hauptbahnhof, or central station, is little more than
a decaying relic of the city's blemished past - the forlorn survivor of Allied bombings
that flattened this administrative center of the Third Reich, with its strategic munitions
factories. No sooner had the city begun to rebuild than the Cold War reduced it to a
frontier outpost within the shadow of the East German border.
  What rescued the ugly duckling from obscurity was an exhibit entitled "documenta."
In 1955 the half-ruined Fridericianum - Europe's first public museum - temporarily
housed works by 148 artists whose avant-garde spirit had been ruthlessly suppressed
by the Nazis. With the second "documenta" in 1959, the show had become far more
than an attempt to bridge the gulf of the tyrannical past; it provocatively hoisted the
banner of artistic freedom close by the Iron Curtain. And if "documenta" would soon be
known as the most important show of international trends and isms, the political
dimension was never lost on municipal, state and federal authorities who jointly funded
the event.

  Not surprisingly, many "documenta" watchers expected the current installment to reflect
the ideological realignments that have once more placed Kassel at the center of the
republic. In fact, East European artists are conspicuously underrepresented here, and only
a single participant from former East Germany - the quirkily inventive, technically
virtuoso Via Lewandowski - has been included. And even if Third World contributions are
more substantial than ever before, there remains the uncomfortable feeling that this show
of shows has once more crystallized around the familiar Cologne-New York axis.

  Among the few works to reflect on the reshaping of Europe is one that most
visitors are sure to miss. Situated at the derelict Hauptbahnhof, the work of
ART COLLART (a.k.a. Markus Diehl) is part of the city's extensive parallel cultural
program but not an official part of "documenta." COLLART, who works exclusively
with paste-ups of labels and stickers, has created a vast collage entitled
"Honecker's Supermarket," using labels from a defunct East German product
called Kunsthonig, which translates both as "art honey" and "artificial honey."
It also recalls Honecker's own disparaging nickname: "Honnie." Collart's
collage is a provocative work: colorful, witty, irreverent and symbolically
stranded in an obsolete building, over the entrance to an empty waiting room.
  Though he is officially included in Kassel's "unofficial" roster of events, there
were no funds for transporting Collart's billboard-sized work. He hitchhiked
with it from Hamburg, where a Korean trucker obligingly gave him a lift.

It is an odd footnote to a "documenta" that bristles with superlatives: more than 1,000
works by nearly 200 artists from 38 different countries occupy 12 buildings and 30 open-
air venues. Not counting construction costs for a handsome new exhibition hall,
"documenta 9" boasts a budget of 16 million Deutsch marks (about USD 10.2 million).
(This does not include the donations of private sponsors who, for the first time, have
been permitted to wed their logos to that of the show.) A total of 600.000 visitors are
expected to visit Kassel's unique "Museum of 100 Days" before it closes Sept. 20.

David Galloway


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UNLV
University of Nevada Las Vegas
Sausages -> Sau sag es (!)
1995

Dear Art, on behalf of the Donna Beam Fine Art Gallery of the University of Nevada Las
Vegas, I want to thank you for your generous contribution of art to the gallery. The piece,
Sau sag es, 1995, collage on R-Matte insulation board, 48'' x 68'', will be an important
addition to a growing collection of contemporary art, and it is one of the first pieces in the
collection to have international significance. It is understood that the gallery will hold the
piece, Sau sag es, as a promised gift to the gallery. It will become a permanent part of
the collection should there be no sale of it within a period of ten years. In the event of a
sale, a contribution of half the sale price will be made to the Donna Beam Fine Art Gallery.
Thank you again for your generosity. Sincerely yours,

Jerry A. Schefcik


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UNLV
University of Nevada Las Vegas
1990, 1995, 1996

ART COLLART - Enter to win, 0% fat, 100% fun. 16 oz. coffee and a 90-center donut. "Where
do You want to go today ?" Mixed messages: Nothing Is Worth Anything ! Multiple misprints,
to the moon and back. He takes the cyberroute US '96 to the donna beam fine art gallery,
espresso yourself ! Dedicated to B.B. and Las Vegas. Nothing Is Worth Anything ! -
5'11'' x 16' / 180 x 494 cm. Sticker on polystyrene, "An off Strip attraction, a Royal Flush
in art !" Some visitors get one original ART COLLART sticker from a special edition. Art Collart
is a notorious Hamburg artist, who is also based in Paris, Barcelona, Las Vegas and Madras.
He works exclusively with past-ups of labels and stickers. He calls his Pop-art ART COLLE,
stucked art. During his art adventures, ART COLLART creates a giga-plastic, art all over, part of
it all. Each stucked item can become one of his sculptures, each candy bar in the supermarket,
or a New York City horse at Time Square.

1990 - 99 Hamburgers
1995 - Sau sag es
1996 - Nothing Is Worth Anything !


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Royal Kensington Gardens
London
11/04/1997

London Crowns

German artist ART COLLART with one of his nine panels depicting crowns
beneath the statue of Queen Victoria in Kensington Gardens.

John Robertson


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Royal Kensington Gardens
London
1997

London Crowns

Illegal (!)

The exhibition - London Crowns - will be shown on the 21th of april 1997,
on a sunny day, 30 seconds, from 11:00:00 am till 11:00:30 am
in front of the Queen Victoria Statue at the Royal Kensington Gardens.


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generator
New York City
1999

The Silent Fridge of POP.AC

5" CDR $15

pop.ac told me his refridgerator was silent.
I didn't believe him. I placed a tape recorder
in his fridge and shut the door. Then we went
out for a coffee. This CD is what I heard when
I played back the tape. I'm a believer now.

egnekn
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monkmag
Los Angeles
1999

I LOVE POP.AC ...

He is the Man... the ubermonk of Europa... titular head of the Falkland
Islands World Internet project... World Peace through Foul Sausage... Our
minds melded... our hearts connected... this is the way to do business as the
millennium draws to a close... I'm in copenhagen now at the Radisson Falkoner
Hotel, room 912... was going to visit you the morning of our departure, but
the logitics proved somewhat of a problem... we need a giant pop.ac light...
a vegas style laser beam seen from anywhere in hamburg... so one can always
find pop.ac world spiritual headquarters... where POP.AC transmutes the karma
of Jewish persecution and animal slaughter... all in one building...

I have many monk/pop.ac project ideas, which I will spin out when I return to
states... one has to do with a videographer documenting the travails of
POP.AC... as he flows through the incredibly wild and dark terrain of
hamburg...

as we all get cable modems... live web becomes a reality...

more to come...

keep the fire burning...

remember to join a health club--make it a performance piece--the POP.AC World
Aerobics Project... 30 pounds off in 60 days or your money back!!

may the dharma of POP.AC spread around the world and into the hearts of
many...

Monk
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Musée Picasso - Ssocapi Squat
Paris
1998

CNN-television
Pop-Temple Hamburg
1999

POP.AC works exclusively with paste-ups of labels and stickers with just one sticker he
connected in Paris the Musée Picasso and the Ssocapi Squat, with another one
he covered the lens of CNN-television !

ART COLLART a.k.a. POP.AC







recycling
New York City
2000

Modern industrial society is a gigantic trash-producing machine : Day by day causing
our planet to be swallowed up by avalanches of material - every product, as soon it has
become useless, turns into garbage. Trash in this way becomes a metaphor for our
very existence. pop.ac looks behind our glittering world, pleading for more careful
usage of things. The sticker used by pop.ac long 100% from this trash - the garbage
mountain of Überflußgesellschaft.

James M. Crotty







www.
A visit to Markus Diehl also known as POP.AC
2002

Not long ago, end of winter semester 2001/2002, I ran into the artist Markus Diehl, alias
POP.AC at the "Caphé" of the Philosophical Institute of the University of Hamburg. We got
into talking about my favourite quote of the swiss philosopher Jean-Jaques Rousseau
stating that: "The freedom of man is not within being able to do what he wants to, but to
not having to do, what he does not want to do." Considering this, Markus told me about
his artistic activities: Making collage pictures, using stickers as his material. In his view
this rather simple technique should become the art of many. "Let's stick together" - in the
very sense of it. In my view he should be applaused and respected for his engagement
with people. Soon we went on to a computer on the campus, checking out his internet
POP.AC project. Even though I use the internet ever since the early nineties I haven't seen
anything like that, yet. It's this mixture between his life and art, which I find is rather
unconventional and inspiring. It's not about wild graphic-design experiments, which tend
to be quite a hassle with a 56k modem - this quick-loading website shows the user an
extraordinary project which one has to see: http://pop.ac - A site combining live
and art as a whole program. The navigation is totally different to normal websites:
No global navigation board, but the soft pressure to click straight-edge through the sub-
sites. This way ensures that you don't miss a thing, for you have to either click on a text
or a special picture to continue your journey - A plain adventure! Though this project is a
rather big piece of cake the user is never in danger of getting bored; time just passes by.
Because of the high traffic of new material on this site I would recommend a monthly
visit. Be critical - I assure you that POP.AC will handle your response carefully. So, I
guess that a whole life at and with POP.AC will last until his physical end. After that we
may just become witnesses of digital immortality. But that can wait for let's say three
more decades. Until then, let's see what he may just be up to, next...

Peter Rasp
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Biennial Of Contemporary Art
Liverpool
2002

Stickmania in StickerpOOl

the pOpalchemist pOp.ac
turns trash
intO pure pOp art.

let's stick tOgether

POP.AC







Biennial Of Contemporary Art
Liverpool
2002

The Balcony, St John's Market

S T I C K E R P O O L
                   2 0 0 2

" Let's Stick Together " - open territory open to all directions -

The project should start somewhere, for example a market stall.
From this point it will develop in different directions. The people
stick stickers one after the other, a long line, - through Liverpool -
many lines, structures will develop. The territory is open to all
directions - everybody who likes can join the happening. The
more people the bigger it will get.

POP.AC







Biennial Of Contemporary Art
Liverpool
2002

afoundation

I followed the path of Love and met POP.AC, another charming German artist who uses
self-commercially-available adhesive stickers to create his work. A consumerism theme
was building in my mind as I wandered around installation and exhibit.

Holly Johnson
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Sticker art
From Wikipedia, the free encyclopedia
2007

Sticker art (Sometimes Known As Slap Tagging) is a form of street art in which the
message is conveyed by stickers. Sticker art is most noticeable in well-trafficked urban
areas. Stickers may promote a political agenda (such as the anti-war and anti-George W.
Bush stickers below), comment on a policy or issue (such as the MIT sticker below), or
comprise an avantgarde art campaign (see This Is A Heavy Product and Obey Giant).
Sticker art has been created by POP.AC (formerly known as ART COLLART), a Hamburg artist,
in 1987.




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